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DeepSpectrum
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Modul

Exekutive Funktionen

Spielerische Übungen für Aufmerksamkeit, Impulskontrolle, Planung und Arbeitsgedächtnis – die zentralen exekutiven Funktionen, die viele Kinder mit ADHS herausfordern. Kurze, wiederholbare Einheiten bauen Routinen auf, ohne zu überfordern.

  • Zielgruppe

    ADHS-fokussiert

  • Altersempfehlung

    6–16 Jahre

  • Teilmodule

    16

Worum geht es

Exekutive Funktionen umfassen jene mentalen Steuerungsprozesse, die zielgerichtetes Handeln ermöglichen: Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis, Impulskontrolle, Planung und kognitive Flexibilität. Sie gelten als zentrales Wirkfeld bei ADHS, sind aber auch für autistische Kinder relevant, insbesondere im Bereich Flexibilität und Übergangsmanagement. Theoretisch basiert unser Modul auf etablierten Modellen exekutiver Funktionen, wie sie etwa in der Forschung von Russell Barkley und Adele Diamond entwickelt wurden. Statt klassisches Funktionstraining bieten wir gamifizierte, kurze Übungseinheiten, die einzelne exekutive Fähigkeiten isoliert ansprechen und schrittweise zu komplexeren Alltagskompetenzen zusammenführen.

Lernziele

  • Daueraufmerksamkeit auf alters- und entwicklungsgerechtem Niveau aufbauen

  • Impulse erkennen und vor einer Reaktion bewusst innehalten

  • Mehrstufige Aufgaben in handhabbare Sequenzen zerlegen

  • Informationen im Arbeitsgedächtnis halten und gezielt nutzen

  • Flexibel zwischen Regeln, Strategien und Perspektiven wechseln

Didaktischer Ansatz

  1. 01

    Trennung einzelner exekutiver Funktionen, bevor sie integriert geübt werden

  2. 02

    Kurze Mikrosessions, die der typisch kürzeren Aufmerksamkeitsspanne entgegenkommen

  3. 03

    Visuelle Externalisierung von Plänen, Sequenzen und Zeit als externes Gedächtnis

  4. 04

    Direktes, nicht wertendes Feedback, das auf den Prozess statt das Ergebnis fokussiert

  5. 05

    Motivationsorientierte Spielmechaniken, die ohne Leistungsdruck arbeiten

Teilmodule

  • Daueraufmerksamkeitsaufgaben

    Ansprechende Aktivitäten, die die konzentrierte Aufmerksamkeitsspanne schrittweise verlängern. Abwechslungsreiche Formate halten das Üben interessant.

  • Impulskontrolle-Übungen

    Go/No-Go-Aufgaben, Wartespiele und Stoppsignal-Übungen, die die Fähigkeit stärken, innezuhalten und nachzudenken, bevor man handelt.

  • Aufgabenplanung & Sequenzierung

    Mehrstufige Aufgaben in überschaubare Abfolgen zerlegen. Visuelle Planungstools helfen Kindern, Handlungen zu organisieren und vorauszusehen, was als Nächstes kommt.

  • Arbeitsgedächtnis-Spiele

    Interaktive Übungen zum Training der Fähigkeit, Informationen zu behalten und zu verarbeiten. Mustererkennung, Sequenzaufbau und Dual-Task-Herausforderungen.

  • Grundlagen des Zeitmanagements

    Visuelle Timer, Zeitschätzungsübungen und Planungsaktivitäten, die ein praktisches Gefühl dafür aufbauen, wie lange Dinge dauern.

  • Flexibles Denken

    Übungen zum Wechseln zwischen Regeln, Anpassen an Veränderungen und Finden alternativer Lösungen, wenn der erste Ansatz nicht funktioniert.

Weitere Module

  • Kognitive Flexibilität & Set-Shifting

    Den Plan wechseln, wenn sich die Regel ändert. Übung im flexiblen Umschalten zwischen Aufgaben, Sortierregeln und Lösungsstrategien.

  • Selbstüberwachung & Fehlererkennung

    Erkennen, wann eine Antwort schief liegt, bevor die Rückmeldung kommt. Das eigene Vorgehen während der Ausführung beobachten lernen.

  • Zielsetzung & Fortschrittsverfolgung

    Ziele so formulieren, dass sie messbar sind, und Zwischenstände sichtbar machen. Externe Stützen statt nur innerer Vorsätze.

  • Priorisierung & Entscheidungsfindung

    Was kommt zuerst, was kann warten. Entscheidungen unter Optionsdruck strukturieren, ohne in Vermeidung oder Überforderung zu geraten.

  • Organisation von Materialien & Räumen

    Hefte, Schultaschen, Schreibtische. Wo Material liegt und warum, externalisiert geordnet, damit Zeit und Energie nicht im Suchen versinken.

  • Initiierung (Aufgaben ohne Aufforderung starten)

    Der schwerste Teil bei vielen Aufgaben: anfangen. Mikro-Routinen, die den Einstieg von der Motivation entkoppeln.

  • Emotionsregulation unter kognitiver Belastung

    Wenn die Aufgabe schwer wird, fängt das Gefühl an mitzureden. Strategien, das eine vom anderen zu trennen und Frustration nicht das Steuer übernehmen zu lassen.

  • Multitasking & geteilte Aufmerksamkeit

    Wann hilft Multitasking, wann schadet es. Die belegten Befunde übersetzt in altersangemessene Heuristiken für Schule und Alltag.

  • Metakognition (über das eigene Denken nachdenken)

    Über das eigene Denken nachdenken: warum verhake ich mich gerade. Werkzeuge für die innere Beobachterperspektive in Übungssituationen.

  • Belohnungsaufschub & langfristige Planungsstrategien

    Heute weniger, später mehr. Strategien für Aufschub-Entscheidungen, ohne die Belohnung als Trick zu inszenieren.

Altersempfehlung

Exekutive Funktionen entwickeln sich von der frühen Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter und reifen besonders zwischen 6 und 16 Jahren deutlich aus. Bei Kindern mit ADHS verläuft diese Entwicklung oft verzögert und ungleichmäßig. Unsere Übungen sind so gestaltet, dass jüngere Kinder mit einfachen Aufmerksamkeits- und Impulskontrollaufgaben starten, während ältere Kinder und Jugendliche mit komplexerer Planung, Selbstmonitoring und Metakognition arbeiten. Die adaptive KI folgt dem realen Entwicklungsstand statt dem kalendarischen Alter.

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