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DeepSpectrum
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Modul

Emotionen & Selbstregulation

Training im Erkennen von Emotionen bei sich selbst und anderen sowie praktische Strategien zum Umgang mit emotionalen Reaktionen. Umfasst Gesichtsausdrücke, Stimmlagen, Körpersignale und eine Toolbox an Regulationstechniken.

  • Zielgruppe

    Autismus & ADHS

  • Altersempfehlung

    6–16 Jahre

  • Teilmodule

    16

Worum geht es

Emotionserkennung und Selbstregulation sind zwei zentrale Säulen sozialer und psychischer Entwicklung. Bei autistischen Kindern erschwert oft die Wahrnehmung emotionaler Signale in Gesicht, Stimme und Körper das Verstehen sozialer Situationen, während Kinder mit ADHS häufig mit der Regulation intensiver, schnell wechselnder Emotionen kämpfen. Unser Modul kombiniert Methoden aus der Emotionsforschung, etwa die strukturierte Kategorisierung von Basisemotionen nach Paul Ekman, mit etablierten Techniken aus kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansätzen zur Selbstregulation. Kinder erkennen Emotionen zunächst rezeptiv in Gesichtern, Stimmen und Körperhaltungen, dann reflexiv bei sich selbst, und üben anschließend praktische Strategien wie Atemtechniken, Erdung und Reframing in alltagsnahen Situationen.

Lernziele

  • Basisemotionen und differenzierte emotionale Zustände in Gesichtern, Stimmen und Körpersignalen erkennen

  • Eigene innere Zustände wahrnehmen, benennen und in ihrer Intensität einordnen

  • Auslöser für eigene emotionale Reaktionen identifizieren

  • Konkrete Regulationsstrategien situationsgerecht auswählen und anwenden

  • Den eigenen Emotionswortschatz über Grundbegriffe hinaus erweitern

Didaktischer Ansatz

  1. 01

    Multimodale Wahrnehmung: Gesicht, Stimme, Körperhaltung und Kontext werden parallel trainiert

  2. 02

    Vom rezeptiven zum produktiven Lernen: erst erkennen, dann benennen, dann regulieren

  3. 03

    Praxisorientierte Strategien aus kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansätzen, kindgerecht aufbereitet

  4. 04

    Körperkarten und Skalierungstools, die abstrakte Emotionen greifbar machen

  5. 05

    Kurze, wiederholbare Mikroübungen, die sich in den Alltag integrieren lassen

Teilmodule

  • Gesichtsausdrücke erkennen

    Grund- und komplexe Emotionen anhand von Gesichtsausdrücken identifizieren. Strukturierte Übungen mit klaren visuellen Hinweisen und gestuften Schwierigkeitsgraden.

  • Stimme & Tonfall erkennen

    Emotionale Signale in der Sprechweise erkennen lernen – Ärger, Trauer, Aufregung, Sarkasmus – jenseits der reinen Wortbedeutung.

  • Eigene Emotionen erkennen

    Bewusstsein für innere emotionale Zustände aufbauen. Körperkarten, Emotionsskalen und Reflexionsimpulse nutzen, um eigene Gefühle zu benennen und zu verstehen.

  • Beruhigungsstrategien & Techniken

    Ein praktischer Werkzeugkasten aus Atemübungen, Erdungstechniken und sensorischen Strategien, die Kinder bei Überforderung anwenden können.

  • Frustrationstoleranz-Training

    Schrittweise Übungen, die Kindern helfen, Rückschläge und verzögerte Belohnung auszuhalten. Besonders relevant bei ADHS-bedingter emotionaler Dysregulation.

  • Emotionswortschatz aufbauen

    Das Spektrum an Emotionswörtern erweitern, die ein Kind nutzen kann. Über ‚glücklich' und ‚traurig' hinaus zu differenzierten Beschreibungen emotionaler Zustände.

Weitere Module

  • Emotionen in Körpersprache & Haltung erkennen

    Wie Emotionen sich in Schultern, Händen, Körperhaltung und Bewegung zeigen, bevor das Gesicht sie verrät. Lesen lernen, was der Körper über innere Zustände erzählt.

  • Gemischte Emotionen & emotionale Ambivalenz verstehen

    Zwei Gefühle gleichzeitig zu spüren ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Den Umgang mit Zuständen wie Vorfreude-und-Sorge oder Wut-und-Zuneigung üben.

  • Emotionale Ansteckung & Empathietraining

    Wann Mitfühlen hilft und wann es überflutet. Empathie als regulierbare Fähigkeit, nicht als überschwemmende Last.

  • Emotionale Auslöser & Muster identifizieren

    Die persönlichen Muster: was bringt die eigene Stimmung ins Kippen. Auslöser identifizieren, ohne sie zu pathologisieren.

  • Deeskalationsstrategien bei Konflikten

    Wenn ein Konflikt heiß läuft: konkrete Schritte, die das Tempo herausnehmen. Eigenen Anteil sehen, Pausen einfordern, Worte vor dem Aussprechen prüfen.

  • Emotionales Tagebuch & Selbstreflexion

    Schreiben als Reflexionswerkzeug. Strukturierte Vorlagen für emotionale Selbstauskunft, die nicht ins Grübeln abgleiten.

  • Umgang mit Erwartungsangst

    Vor etwas Wichtigem Angst zu haben ist kein Defekt. Den Unterschied zwischen produktiver Wachsamkeit und lähmender Erwartungsangst spüren und gestalten.

  • Unterschied zwischen Gefühlen und Handlungen erkennen

    Etwas zu fühlen heißt nicht, danach handeln zu müssen. Den Raum zwischen Impuls und Reaktion bewusst nutzbar machen.

  • Emotionale Resilienz aufbauen

    Wie übersteht man emotional schwierige Phasen. Resilienz als Ergebnis von Routinen, Unterstützung und Selbstverstehen, nicht als feste Eigenschaft.

  • Altersgerechte Achtsamkeitsübungen

    Achtsamkeit ohne esoterischen Beipack. Kurze, körperbasierte Übungen, die im Alltag von Kindern und Jugendlichen anschlussfähig sind.

Altersempfehlung

Die Module decken den Bogen von der Basisemotionserkennung (geeignet ab 6 Jahren) bis hin zu komplexen Themen wie emotionaler Ambivalenz, Resilienz und kognitiver Umstrukturierung (relevant für Jugendliche bis 16 Jahre). Jüngere Kinder arbeiten mit eindeutigeren Gesichtsausdrücken, klareren Skalen und kürzeren Reflexionsphasen. Mit zunehmender sprachlicher und kognitiver Reife werden Mischemotionen, soziale Kontextfaktoren und längerfristige Regulationsstrategien eingeführt. Die adaptive KI passt das Niveau anhand des individuellen Lernverlaufs an.

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